Das Kunstforum präsentiert die erste umfassende Retrospektive des expressionistischen Einzelgängers Moriz Melzer (*1877 Oberalbendorf/Böhmen – 1966 Berlin).
Mit rund 170 Werken aus den Jahren 1907 bis 1927 konzentriert sich die Schau auf Melzers eindrucksvollste Werkphasen und zeigt eine enorme Spannweite seiner
malerischen Möglichkeiten. Die Mehrzahl der Leihgaben stammt aus bekannten Sammlungen und gelangt erstmals an die Öffentlichkeit.
Melzers Werk (1907-1927)
Melzer arbeitete im breiten Stil- und Themenspektrum. Dieses spannt sich vom lichten Neoimpressionismus und lyrischen Naturalismus über einen kraftvollen
Expressionismus bis zur kubofuturistischen Abstraktion.
Zu seinen Themen zählen idealisierte Landschaften mit Aktfiguren, heroische Kampfszenen mit Amazonen,
religiöse Kompositionen und dynamische Stadtarchitekturen. Neben Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen und Druckgrafik präsentiert die Schau vor allem Melzers
Monotypien, ein technisches Druck- und indirektes Malverfahren, an das er höchste Ansprüche stellte.
Bedeutung
Dr. Gerhard Leistner, Kurator der Ausstellung: „Mit seinen feinfühligen Werken zwischen Tradition und Moderne ist Moriz Melzer eine singuläre Künstlerpersönlichkeit.
Im Gegensatz zu vielen Zeitgenossen schlug er nie den Weg der radikalen Moderne ein. Vielmehr bewahrt seine Kunst durch den Rückgriff auf kunsthistorische Traditionen
und in der Synthese von freier und angewandter Kunst einen eigentümlichen klassischen Idealismus im Strom der zeitgenössischen Avantgardismen.“
Katalog und Begleitprogramm
Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog:
248 Seiten, zahlreiche Farbabb., wissenschaftliche Dokumentation zu Leben und Werk des Künstlers,
Preis 25.-€. (Bearb. v. Dr. Gerhard Leistner, Textbeiträge:
Freya Mülhaupt M.A., Dr. Gerda Wendermann)
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