Die Ausstellung erfolgt in Kooperation mit den Kunstsammlungen Chemnitz und wird unterstützt vom BMW Werk Regensburg,
vom polnischen Generalkonsulat München sowie vom Institut für Auslandsbeziehungen.
Eröffnung am Donnerstag, 25. Januar 2007 um 20 Uhr, Eintritt frei.
Filmabend - David Lynch, „Blue Velvet“ (1984) am
1. Februar 2007 um 20 Uhr. Eintritt: 6,- €/ 4,- €.
Kurzführungen mit Gespräch
finden am Donnerstag, 1. Februar und 22. Februar 2007 jeweils um 19 Uhr und am Donnerstag, 15. März 2007 um 20 Uhr statt.
Kosten: 3,- € + Eintritt.
Kurzführung für Senioren am Mittwoch, 7. März 2007 um 14 Uhr. Kosten: 1,50 € + erm. Eintritt.
Es führt jeweils Margarete Goj.
Christian Tomaszewski reflektiert und rekonstruiert in seiner begehbaren,
multimedialen Installationsskulptur
„On Chapels, Caves and Erotic Misery" (Über Kapellen, Höhlen und erotisches Elend) Fragmente von Orten und Räumen aus
David Lynchs Kult-Film „Blue Velvet“. Die konkrete Geschichte im Film wird dabei in einem anderen Medium wiederbelebt,
ohne sie nachzuerzählen.
Die Installationsskulptur besteht aus verschiedenen Modulen, die verwirrende Raumerlebnisse ermöglichen. Sie wird
vervollständigt durch Videosequenzen, Lichtinszenierungen sowie Miniaturmodelle und –szenen und wird für den jeweiligen
Ausstellungsort in (Architektur)-Zeichnungen neu entworfen und dokumentiert.
Christian Tomaszewski über sein work in progress "On Chapels, Caves and Erotic Misery": "Mein Werk befasst sich mit
Architektur, Design und Rekonstruktion und in der Folge mit dem Schaffen von Erzählstrukturen, welche wie
"Einschlüsse" - den Dingen innewohnende Rückstände - abgetrennt, aus dem Kontext gelöst und in einen neuen Kontext
hineinversetzt und eingebaut werden. In einer neuen Reihe von Projekten arbeite ich daran, eine physische, spür- und
tastbare Welt neu zu erschaffen, eine Welt, auf die ich in Filmen oder anderen Parallelwelten getroffen bin. Ich
übersetze dann diese neu geschaffenen Objekte in ein zwanghaftes Muster, in dem ich sie addiere wie in Kurt Schwitters´
Merzbau. Mich interessiert, was im Kontext von Skulptur und Installation aus dem einfachen Prozess des Addierens und
Rekonfigurierens von Dingen entstehen kann und bis zu welchem Ausmaß Gleichzeitigkeit und Fiktion in ein Volumen übertragen
werden können."
Aus dem Pressetext der Kunstsammlungen Chemnitz: „In der gegenständlichen Installation des Künstlers schließt ein
Außenraum, nämlich der museale oder Galerieraum, einen oder mehrere Innenräume ein und mit ihnen auch den Betrachter,
der die inszenierte Raumfolge im Gehen erlebt. "Einschließen" ist ein Schlüsselwort für dieses Werk, denn "eingeschlossen"
ist der Besucher/Betrachter/Begeher in diesem Werk, das sich als fensterloses Labyrinth mit schmalen Durchlässen und
verschlossenen nicht begehbaren Nebenräumen präsentiert.
Eingeschlossen" in dieses nach außen abgeschlossene Werk sind diverse Gegenstände, gefundene Objekte und neu Geschaffenes,
von denen ein jedes eine eigene Geschichte transportiert und in einem jeweils neuen Kontext anders erzählt. Dieser Fundus
von Requisiten und Exponaten mit zahlreichen Konnotationen wird vom Künstler ständig erweitert und bei jeder Präsentation
neu konfiguriert“.
In Regensburg wird Christian Tomaszewski seine Arbeit mit einem Videoprojekt und heimischen Schauspielern in Richtung
Multimedia markant erweitern.
Pressestimmen:

