Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg
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Alexandra Karabelas
Kunstforum Ostdeutsche Galerie
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie verzeichnete im Ausstellungsjahr 2006 erneut wachsende Besucherzahlen: Insgesamt 33 280 Menschen nahmen das vielseitige Angebot an anspruchsvollen Ausstellungen von Klassischer Moderne und Gegenwartskunst mit Schwerpunkt Mittelosteuropa wahr. Gegenüber dem Vorjahr fanden damit rund 4000 Besucher mehr den Weg in das Museum. 13 022 Menschen und damit knapp 5000 mehr als im Vorjahr nahmen dabei gezielt an Veranstaltungen der Kunstvermittlung für Kinder und Erwachsene und des Begleitprogramms zu den jeweiligen Sonderausstellungen teil.
Der Vorstand der Stiftung Kunstforum äußerte sich sehr zufrieden über das Ergebnis: "Das Kunstform Ostdeutsche Galerie hat an Image und Wertigkeit in der Region gewonnen", äußerte sich Vorstandsvorsitzender Klemens Unger. Kunstforums-Direktorin Dr. Ulrike Lorenz stellt fest: "Unser Haus ist für die Menschen aus Regensburg und Umgebung wieder hochgradig interessant geworden. Das freut uns in hohem Maße, denn es zeigt sich, dass wir auf dem richtigen Weg sind: Große Sonderausstellungen mit starken Partnern setzen Highlights in der Region. Niveauvolle mittelgroße Ausstellungen kombiniert mit einem differenzierten Vermittlungskonzept spiegeln die Vielseitigkeit des Kunstforums Ostdeutsche Galerie". Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Maximilian Obermeier: "Ein gutes Jahr nach der Wiedereröffnung des Hauses haben wir unser erstes Klassenziel erreicht. Eine wichtige Rolle spielt dabei sicher auch die zuvorkommende Preisgestaltung, die besonders Familien, Kindern und Senioren den Museumsbesuch attraktiv macht".
2007 setzt das Kunstforum neben der laufenden Ausstellung "Otto Mueller. Verlorenes Paradies" weitere starke Akzente in der zweiten Jahreshälfte:
Die Themenausstellung im Herbst stellt unter dem Titel "Die doppelte Muse" berühmte und weniger bekannte Grenzgänger zwischen Kunst und Literatur im 20. Jahrhundert vor. Das Kunstforum ist das erste Kunstmuseum in Deutschland, das sich im Rahmen einer Ausstellung dem bisher wenig erforschten Phänomen der literarisch-künstlerischen Doppelbegabung widmet.
Im Dezember 2007 entdeckt es mit Moriz Melzer einen der vielseitigsten Maler und Grafiker der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wieder. Mit weiteren Gästen im neuen Ausstellungsformat LABOR im Frühjahr verfolgt das Kunstforum seine Öffnung zur jungen internationalen Kunst konsequent weiter. Weitere Ausstellungen präsentieren die Ergebnisse der Aufarbeitung einer der wichtigsten Sammlungen zu Schlesien, die Ansichten-Sammlung Haselbach, sowie herausragende Arbeiten von Pravoslav Sovak.

Archiv der Sehnsucht. Ansichten aus der Grafik-Sammlung Haselbach (1.4. bis 28.5.2007)
Mit einer kunsthistorisch bedeutenden Sonderausstellung setzt das Kunstforum das Ausstellungsjahr im Frühjahr fort. Erstmals werden Einblicke in die einzigartige Sammlung von 4000 Ansichten-Grafiken des schlesischen Brauereibesitzers Albrecht Haselbach gewährt. In Stadtansichten und Landschaftsbildern, frühen Industriepanoramen und Riesengebirgsidyllen lässt sich eine der wichtigsten alten Kulturlandschaften neu entdecken. Die Ausstellung markiert den Abschluss einer zweijährigen, wissenschaftlichen Aufarbeitung durch das Kunstforum und das Schlesische Museum zu Görlitz unter der Federführung des Herder-Instituts in Marburg. Sie ist konzipiert als Teil der parallel laufenden Doppelausstellung des Görlitzer Kooperationspartners "Zeit-Reisen" vom 31.3. bis 3.6.2007.

Labor 2 und 3 (30.3. bis 13.5.2007 und 25.5. bis 15.7.2007)
Parallel zur Ausstellung Haselbach öffnet das Kunstforum zum zweiten Mal das LABOR und präsentiert mit der Leipziger Malerin Julia Schmidt eine markante Gegenposition zur berühmten "Leipziger Schule". Direkt im Anschluss präsentieren erfolgreiche Teilnehmer des 12. Marler Video-Kunst- Preises aktuelle Entwicklungen in der gleichnamigen Kunstsparte, unter ihnen die in Polen geborene Magdalena von Rudy als erste Preisträgerin.

Pravoslav Sovak. Central Park (17.6. bis 26.8.2007)
Einen Klassiker der Gegenwartskunst und Wegbereiter der Postmoderne würdigt das Kunstforum Ostdeutsche Galerie im Sommer 2007. Der Grafiker und Zeichner Pravoslav Sovak gilt als Meister der poetischen Verwandlung der Wirklichkeit. 1926 in Böhmen geboren, heute in der Schweiz ansässig, erlangte er in den 70er und 80er Jahren internationale Bedeutung. In gerasterten Ansichten New Yorker Wolkenkratzerlandschaften manifestiert sich die Sehnsucht nach Amerika. Späte Farbradierungen mit Strand- und Wüstenmotiven spiegeln Einsamkeit. Die Ausstellung wird im Anschluss in St. Petersburg und Paris zu sehen sein.

Die doppelte Muse. Grenzgänger zwischen Kunst und Literatur im 20. Jahrhundert (29.9. bis 2.12.2007)
Das Phänomen der künstlerisch-literarischen "Doppelbegabung" im 20. Jahrhundert ist Thema einer großen Sonderausstellung im Herbst. Auffallend viele Künstler in der Sammlung des Kunstforums Ostdeutsche Galerie haben den Grenzgang zwischen Kunst, Literatur und Bühne gewagt. Daran knüpft die Ausstellung an. Im Zentrum stehen die bedeutendsten Avantgarde-Künstler und Theatererneuerer der Moderne wie Oskar Kokoschka, Ernst Barlach, Oskar Schlemmer, Wassily Kandinsky. Eigene Räume sind den Schriftsteller-Zeichnern Alfred Kubin und Günter Grass gewidmet. In einer Parallelausstellung würdigt das Kunstforum, das für die Ausstellung mit dem Institut für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft der Universität Regensburg zusammenarbeitet, Hans Traxler als einen der brisantesten Cartoonisten der Gegenwart.

Moriz Melzer. Streben nach reiner Kunst (16.12. bis 2.3.2007)
Die große Sonderausstellung zur klassischen Moderne schließt das Ausstellungsjahr 2007 ab. Moriz Melzer zählte Anfang des 20. Jahrhunderts zu den produktivsten Künstlern in Berlin. Heute ist der Mitbegründer der "Neuen Sezession" (1910) und der Novembergruppe (1918) völlig zu Unrecht nahezu in Vergessenheit geraten. Das stilistische Spektrum seines Werks spannt sich vom Neoimpressionismus über einen expressiven Naturalismus zum abstrakten Kubismus. Mit knapp 150 Werken aus den besten Schaffensjahren zwischen 1903 und 1928 initiiert das Kunstforum eine Neubewertung Melzers als Wegbereiter der Klassischen Moderne in Deutschland.

Weitere Ausstellungen: Gabriel von Max. Ein Prager Salonmaler in München (29.6. bis 26.8.) und Zeitstörung" der Künstlergilde Esslingen (22.7. bis 2.9.2007)
Als Satellitenprojekt zur Bayerischen Landesausstellung "Bayern -Böhmen" präsentiert das Kunstforum alle hauseigenen Gemälde des seinerzeit berühmt-berüchtigten Münchener Malers Gabriel von Max. Die Kabinett-Ausstellung zeigt Gabriel von Max als Pendler zwischen zwei Metropolen des 19. Jahrhunderts auf der Suche nach tieferen Schichten der Wirklichkeit.
Mit der Ausstellung "Zeitstörung" stellt sich die Künstlergilde Esslingen, Mitbegründer der bedeutenden Sammlung des Hauses, erneut als treu verbundenen Partner des Kunstforums Ostdeutsche Galerie vor. Gemäß dem regelmäßigen Turnus von zwei Jahren war 2005 die Ausstellung "Bunte Steine" zu sehen.

Für weitere Fragen und Informationen, steht Ihnen das Büro für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gerne zur Verfügung, Tel. (0941) 29 714 23,
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