Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg
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Margarete Goj M.A.
Kunstforum Ostdeutsche Galerie
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Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie zeigt alle hauseigenen Gemälde des Prager Salonmalers Gabriel von Max

Ausstellunsgsdauer: 28. Juni bis 26. August 2007
Pressepreview: Donnerstag, 28. Juni 2007, 19 Uhr
Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 28. Juni 2007,
20 Uhr
Zur Eröffnung hält Caroline Sternberg M.A. (München)
einen Lichtbildvortrag mit dem Titel
"Gabriel von Max. Ein Prager Salonmaler in München"

Regensburg - Als Satellitenprojekt zur Bayerischen Landesausstellung "Bayern und Böhmen. 1500 Jahre Nachbarschaft", die das Haus der Bayerischen Geschichte (Augsburg) und die Stadt Zwiesel von 25. Mai bis zum 14. Oktober 2007 in Zwiesel veranstalten, präsentiert das Kunstforum Ostdeutsche Galerie eine Studioausstellung mit acht Gemälden des Historienmalers Gabriel von Max (1840 Prag - 1915 München). Die Ausstellung mit dem Titel "Gabriel von Max. Ein Prager Salonmaler in München" setzt sich mit den zentralen Themen des Künstlers - Religiosität und Mystizismus - auseinander und veranschaulicht damit seinen Beitrag zur internationalen Kunstrichtung des Symbolismus.

Die Studioausstellung wird als ergänzender Beitrag zur Landesausstellung begriffen, die in erster Linie kulturgeschichtlich ausgerichtet ist. Mit Gabriel von Max widmet sich das Kunstforum einem Künstler, der als Historienmaler der Gründerzeit zwischen den bedeutenden Akademien Prag und München vermittelte.

Das Kunstforum zeigt acht beeindruckende Gemälde des Salonmalers aus den eigenen Beständen, unter anderem das Programmbild "Licht!" aus dem Jahr 1872. Das groß-formatige Gemälde thematisiert auf eindrückliche Weise das Mysterium des Glaubens und der christlichen Religion, ein zentrales Thema im Werk Gabriel von Max'.
Des Weiteren präsentiert die Schau mehrere Genre- und Stimmungsbilder, die sich mit menschlichen Extremsituationen und Grenzbereichen des Todes beschäftigen. Die Ausstellung versteht sich als Inszenierung des spezifisch spiritistischen Gehalts der religiösen Bilder im Ouvre des Künstlers.

Dr. Gerhard Leistner, der Kurator der Ausstellung: " Max' disparates Werk zwischen Spiritismus und Anthropologie ist letztendlich ein Zeichen für die Unübersichtlich¬keit der Ideen zwischen eklektizistischer Sehnsucht nach Sinn und esoterischer Heilslehre, die zu Zeiten des Künstlers genauso stark ausgeprägt war wie heute."

Biografie des Künstles
1840 in Prag geboren.
1855-1867 Studium an der Kunstakademie Prag, der Wiener Akademie und der Akademie der Bildenden Künste in München.
Bereits während des Studiums intensive Beschäftigung mit der Parapsychologie, dem Darwinismus, der asiatischer Philosophie und mit der Lehre Schopenhauers.
In München Bekanntschaft mit dem Malerfürsten Franz von Lenbach.
1873 Max richtet im Saal des Wohnhauses eine große naturkundliche Sammlung aus prähistorischen, ethnoGrafischen und anthropo¬logischen Funden ein.
1875 Einrichtung des Sommerhauses am Starnberger See.
Vertiefung seiner anthropologischen Studien.
1879-1883 Professur für Historienmalerei an der Münchner Akademie.
1884 offizielle Gründungsveranstaltung der Loge Germania (theosophische Gesellschaft deren Mitglieder neben Max selbst Ernst Haeckerl, Max Dessoir, Franz Hartmann u.v.a. waren) im Starnberger Sommerhaus.
1900 Erhebung Max' in den bayerischen Personaladel "Ritter des Maximilians u.a. Hoher Orden".
Endgültiger Rückzug an den Starnberger See, wo sich der Künstler anhand von selbst gezüchteten Affen verstärkt mit der Anthropologie beschäftigt.
1915 Max von Gabriel stirbt im Alter von 75 Jahren.

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