| 1 | Stillleben mit Kamelie, 1918, Öl/Lwd., Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Regensburg |
| 2 | Balkonblick auf Palme und Haus, Abbazia, um 1923, Öl/Lwd., Leihgabe der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München |
| 3 | Stilleben mit Torso und Topfpflanze, um 1930,Öl/Lwd., Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland |
| © VG-Bild Kunst Bonn 2008 | |
Das Kunstforum widmet sich in einem langfristigen Forschungsprojekt einem wichtigen Vertreter der Klassischen Moderne, dem Maler und Grafiker Oskar Moll.
Als aktiver Grenzgänger zwischen Deutschland und Frankreich maß der Matisse-Schüler in der Rezeption französischer Kunst, allen voran jener Werke des Impressionismus, Fauvismus und Kubismus, dem Prinzip des L'art-pour-l'art hohe Bedeutung bei. Moll war zudem ein aufgeschlossener und umsichtiger Pädagoge, der ab 1926 als Direktor der Breslauer Akademie mit seinen personellen Berufungen (u.a. Alexander Kanoldt, Carlo Mense, Johannes Molzahn, Hans Scharoun und Oskar Schlemmer) dem Lehrkörper den Rang einer überregional bedeutsamen Ausbildungsstätte verlieh.
Weit über 1.000 Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Lithografien soll Oskar Moll geschaffen haben. Der verdienstvolle erste Werkkatalog, den Siegfried und Dorothea Salzmann 1975 publizierten, fasst knapp 600 Werke zusammen. Ihre weiteren Werkrecherchen sind in das sog. Salzmann-Archiv aufgegangen, das dem Kunstforum Ostdeutsche Galerie 2008 zur Betreuung übertragen wurde.
Mit der Ergänzung, Fortschreibung und wissenschaftlichen Aktualisierung des Werkverzeichnisses sowie mit der Frage der Echtheit der Werke durch Expertisentätigkeit ist der Sammlungsleiter Dr. Gerhard Leistner g.leistner@kog-regensburg.de autorisiert.
Vordergründiges Ziel ist es, Oskar Moll 2015 anlässlich seines 140. Geburtstages in Regensburg, Berlin und Wroclaw (Breslau) mit einer Retrospektive zu würdigen.

