Käthe Kollwitz

Bilder der Empathie. Kabinettausstellung

Käthe Kollwitz (Königsberg 1867–1945 Moritzburg) schuf sowohl als Grafikerin wie auch ab 1909 als Bildhauerin herausragende Beiträge zur Kunst ihrer Zeit. Durch den Verlust ihres Sohnes Peter wurde sie selbst als Mutter von einem schweren Schicksalsschlag getroffen: Dieser starb 1914 im Alter von 18 Jahren als Kriegsfreiwilliger im Ersten Weltkrieg. Auch vor diesem Hintergrund setzte sie sich intensiv mit ernsten und sozial engagierten Themen schöpferisch auseinander.

Neben der Liebe zu den eigenen Kindern und Enkelkindern, die Kollwitz wiederholt in eindrücklichen Mutter-Kind-Gruppen zur Darstellung brachte, ziehen sich beklemmende Darstellungen zu Krieg, Hunger, Tod und Trauer durch ihr gesamtes Schaffen. Mütter kauern schützend über ihren Kindern oder stellen sich verteidigend vor sie, wie in der Kleinplastik Turm der Mütter. 

Die historische Distanz, die besonders grafische Zyklen wie Bauernkrieg erwarten lassen, relativierte die Künstlerin durch die Allgemeingültigkeit ihrer Motive.

Bis heute liefern Kollwitz’ zeitlose Bilder der Empathie einen mahnenden Kommentar von trauriger Brisanz. Die Kabinettausstellung präsentiert dazu eine Auswahl an Werken aus den Beständen des Kunstforums Ostdeutsche Galerie. In der Schausammlung im Obergeschoss finden Sie weitere Arbeiten von Käthe Kollwitz, darunter die Plastik Pietà (Mutter mit totem Sohn).

Mit freundlicher Unterstützung von