CLARA SIEWERT (1862-1944). ZWISCHEN TRAUM UND WIRKLICHKEIT
Eine Vorliebe für Märchen und Mystisches kennzeichnet die ungewöhnlichen Werke der aus der Nähe von Danzig stammenden Clara Siewert. Die Künstlerin besuchte in Berlin
noch vor Käthe Kollwitz - zu deren Freundeskreis sie später gehörte - die neu gegründete ,Zeichen- und Malschule des Vereins der Künstlerinnen und Kunstfreundinnen'.
Der Großteil ihres Lebenswerks wurde 1944 durch einen Bombenangriff vernichtet, dem auch die 82-jährige Malerin zum Opfer fiel. Die vom Kunstforum erarbeitete Retrospektive,
die etwa 120 Werke (Gemälde, Zeichnungen, Gouachen, Druckgrafiken) umfasst, rückt eine völlig vergessene originäre Künstlerin der Jahrhundertwende zum ersten Mal wieder
ins Bewusstsein der Öffentlichkeit.
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no photographing. Timm Rautert – Lovis Corinth Preisträger 2008
13. Juli bis 5. Oktober 2008
Als erster Fotograf in der Geschichte des Corinth - Preises wird Timm Rautert (*1941 Tuchel/Westpreußen) ausgezeichnet. In seinen eindringlichen Menschenbildern
geht Rautert immer wieder Fragen des Abbildens und des schöpferischen Sehens nach. Gleichzeitig gelingt es ihm, eine Analyse der sozialen Wirklichkeit zu fixieren.
Der Künstler, von 1993 bis 2007 Professor für Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, operiert im Spannungsfeld zwischen kritisch-dokumentarischem
Journalismus und dem Offenlegen der Wirklichkeit als bloßen Schein. Motivische Vielschichtigkeit und thematische Ambivalenz heben die fotografischen Serien und Bilder
Timm Rauterts aus der Masse der bloß technisch reproduzierten Bilder heraus.