Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg





Dr.-Johann-Maier-Straße 5, 93049 Regensburg
Tel.+ 49 (0)941 29714-0, info@kog-regensburg.de
Di-So 10-17 Uhr, Do 10-20 Uhr, 6 € / 4 € ermäßigt
Logo: Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg

Walther Hammer Autofahrt, um 1920, Linolschnitt, Handdruck, Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Schenkung Heinrich Mock
Foto: Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Regensburg

21. Januar bis 22. April 2018
Vom Feuermüller bis zur Leuchtstoffröhre. Glanzlichter der Grafischen Sammlung

Licht ist nicht nur wesentliches Medium, sondern auch beliebtes Thema der Kunst. Angeregt von der Sonderausstellung mit den leuchtenden Videoskulpturen von Jakub Nepraš eröffnet die Präsentation von knapp einhundert Papierarbeiten einen reizvollen Einblick in die reichen und überaus qualitätvollen Bestände der Grafischen Sammlung des Kunstforums Ostdeutsche Galerie.

Das Verständnis davon, was Licht eigentlich sei, wandelte sich in der Menschheitsgeschichte immer wieder. Während das physikalische Phänomen unveränderlich bleibt, zeigen gerade die Künstler, dass die Geschichte des Lichts eigentlich die Geschichte der menschlichen Wahrnehmung und des Umgangs damit ist. Licht – im physikalischen wie im metaphorischen Sinn – bildet den Leitfaden der Präsentation, die den Betrachter quer durch die Kunst- und Weltgeschichte führt. In drei Abschnitten sind Zeichnungen, Drucke, Fotografien und Künstlerbücher mehrerer Jahrhunderte und Stilrichtungen zu sehen, die Licht als Ausdruck von Erleuchtung, als Katalysator für Farbe oder als Grundvoraussetzung von Form vorstellen.

Die knapp 100 Werke von 75 Künstlern, 11 davon Frauen, datieren vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart.


Roman Ondak Signature, 2014, Zerlegte Remington Schreibmaschine, verschiedene gefundene Materialien, © Roman Ondak, Installation in der Galerie Kurimanzutto, Mexico City
Foto: © Diego Perez

19. Mai bis 9. September 2018
Roman Ondak. Lovis-Corinth-Preis 2018

Der slowakische Konzeptkünstler Roman Ondak erhält den Lovis-Corinth-Preis 2018. Der bereits seit knapp 45 Jahre bestehende Kunstpreis würdigt das international herausragende Gesamtwerk von Künstlerpositionen, die einen biografischen oder thematischen Bezug zum östlichen Europa haben. In einer eigens für das KOG konzipierten Ausstellung präsentiert Ondak ab Mai 2018 zwei Hauptwerke der jüngeren Zeit sowie eine Auswahl neuester Arbeiten.

Roman Ondak ist einer der profundesten Konzeptkünstler unserer Zeit. Ausgehend von sehr persönlichen Eindrücken – Objekten wie Erlebnissen – schafft er kluge Arbeiten voller Anspielungen, die universell verständlich und leicht zugänglich sind. Seine Kunst schlägt Brücken zwischen Menschen und ist darin einem humanistischen Ideal verpflichtet, das denkbar aktuell ist.

Roman Ondak wurde 1966 in Žilina / Slowakei geboren und absolvierte sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Bratislava. 2013 war er auf der documenta 13 mit dem ersten Teil der Arbeit „Observations“ vertreten. Mit seiner Arbeit „Loop“ bespielte der Künstler 2009 den tschechischen und slowakischen Pavillon während der Biennale in Venedig. In den letzten Jahren erhielt er zahlreiche Einzelausstellungen, darunter 2017 die Schau „History Repeats Itself“ im Kunsten Museum of Modern Art, Aalborg, Dänemark.


Paul Holz Betrunkener Soldat, um 1929, Füllfeder und Tusche, Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Foto: Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Regensburg
5. Oktober 2018 bis 13. Januar 2019
Dichtende Zeichnungen.
Die virtuose Kunst des Paul Holz

Der Name Paul Holz (Riesenbrück / Vorpommern 1883–1938 Schleswig) wird von Kennern gern in einem Atemzug mit Paul Klee, Wassily Kandinsky, Alexej Jawlensky oder auch Alfred Kubin genannt. Seine virtuosen und furiosen Federzeichnungen stehen in dieser Ausstellung im Mittelpunkt.

Obwohl Holz aus einfachsten Verhältnissen kam und als Künstler Autodidakt war, machte er sich schon bald einen Namen bei den Künstlergrößen aus seinem schlesischen Umfeld. Oskar Moll berief ihn als Zeichenlehrer an die Kunstakademie Breslau, doch mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 verlor Holz diese Anstellung aufgrund seiner unbeirrt freien und unangepassten Kunst. Er schuf bevorzugt Bauern- und Zirkusszenen und ließ sich durch Romane von Fjodor Dostojewski und Knut Hamsun zu hunderten an Zeichnungen inspirieren.

Das KOG verwahrt mehr als 50 Zeichnungen aus dem Nachlass des Künstlers. Anlässlich seines 80. Todestages würdigt das KOG Paul Holz und seine konsequent eigenwillige Position innerhalb der Kunst der Moderne.