Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg





Dr.-Johann-Maier-Straße 5, 93049 Regensburg
Tel.+ 49 (0)941 29714-0, info@kog-regensburg.de
Di-So 10-17 Uhr, Do 10-20 Uhr, 6 € / 4 € ermäßigt
Logo: Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg


23. Oktober 2016 bis 26. Februar 2017

Der Schweizer Ausnahmekünstler Daniel Spoerri (1930 Galatz/Galati, Rumänien), dem 2016 der Lovis-Corinth-Preis verliehen wird, gilt in der internationalen Künstlergruppe „Nouveau Réalisme“ als einer der wichtigsten Vertreter der Objektkunst. Als Meister der Assemblage und Begründer der „Eat Art“ schreibt Spoerri Kunstgeschichte und ist mit seinen Werken in den großen Museen der Welt vertreten. Anlässlich der Auszeichnung seines Lebenswerkes widmet das Kunstforum Spoerri eine retrospektive Werkschau

Einladung>>>
Flyer>>>

Daniel Spoerri, Das rote Pferd, 1991, Assemblage (Körper in Teilen), Essl Museum – Kunst der Gegenwart, Klosterneuburg bei Wien, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016, Foto: Franz Schachtinger, Wien


HIGHLIGHTS DER GEMÄLDESAMMLUNG

Wegen einer Dachsanierung wurde die nun zehn Jahre bestehende Dauerausstellung „Erinnerung & Vision“, die Hauptwerke aus der Sammlung zeigte, abgehängt. Bis die Baumaßnahme abgeschlossen ist und anschließend die neu konzipierte Präsentation eröffnet werden kann, ist im Kuppelsaal und einem angrenzenden Raum eine reduzierte Highlight-Hängung zu sehen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Einige von den gezeigten Exponaten waren Teil der bisherigen Zusammenstellung, beispielsweise „Das große Martyrium“ (1907) von Lovis Corinth oder der „Blaue Tag“ (1911) von Max Pechstein. Andere wie Gerhard Richters „Zero-Rakete II“ (1966) waren längere Zeit magaziniert. Großformatige Werke haben eine eigene Wand erhalten. Gemälde von geringerem Ausmaß werden in einer Petersburger Hängung präsentiert. Dicht an dicht reihen sich somit Meisterwerke von Philipp Hoyoll, Lyonel Feininger oder Walter Leistikow. Daraus ergeben sich spannende Vergleiche: beispielsweise durch die Konfrontation des klassischen Landschaftsgemäldes aus dem 19. Jahrhundert von Johann Jakob Müller mit der abstrakten Farbflächenmalerei von Otto Freundlich. Unter den Exponaten befindet sich auch die jüngste Neuerwerbung des KOG: das beidseitige Gemälde von Adolf Hölzel, das auf der einen Seite eine Dachauer Landschaft (um 1902), auf der anderen (gezeigten) Seite die italienische Hafenstadt Capodistria (heute Koper) (1905) darstellt.

Einmal im Monat werden die Highlights in einer Führung besprochen.


AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

Sonntag, 19. Februar, 15 Uhr
Führung durch die Ausstellung: „Lovis-Corinth-Preis 2016: Daniel Spoerri. Das offene Kunstwerk“
2 € + Eintritt
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Mittwoch, 22. Februar, 13 Uhr
Mittagspause im Museum – freie Kurzführung:
Daniel Spoerri

Dr. Alexandra Demberger, Kunsthistorikerin
4 / 6 € Eintritt
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Donnerstag, 23.Februar, 19 Uhr
Daniel Spoerris „Il Giardino“ als großes „Fallenbild“
Barbara Räderscheidt, Präsidentin der Stiftung „Hic Terminus Haeret – Il Giardino di Daniel Spoerri“
Eintritt 4 / 6 €
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Sonntag, 26. Februar, 15 Uhr
Führung durch die Ausstellung: „Lovis-Corinth-Preis 2016: Daniel Spoerri. Das offene Kunstwerk“
2 € + Eintritt
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Sonntag, 26. Februar
Letzter Ausstellungstag: „Lovis-Corinth-Preis 2016:
Daniel Spoerri. Das offene Kunstwerk“

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Quartalsprogramm Januar bis März 2017>>>


Blick in die Ausstellung „Lovis-Corinth-Preis 2016: Daniel Spoerri. Das offene Kunstwerk“ mit der Assemblage Das rote Pferd von 1991 im Vordergrund, Foto: Kunstforum Ostdeutsche Galerie / Gabriela Kašková



Koggi gefunden!
Unser neues Maskottchen stellt sich vor

„Hallo, ich bin Koggi, das Museumsmaskottchen. Man erkennt mich an meinem roten Fell, das so leuchtet, wie die Säulen am Eingang in unser Museum. Die sind mein Zuhause. Über einen geheimen Gang komme ich wann immer ich will in die Ausstellungen. Vor allem montags, wenn keine Besucher da sind, schlüpfe ich gerne in die Bilder bei uns im Museum hinein. Wie das geht? Mit einer Zubermurmel kann ich mich einfach in jedes Bild hineinwünschen. Luca hat sie mir geliehen. Das ist ein kleiner Junge auf einem der Gemälde. Es ist unglaublich, was ich da für Abenteuer erlebt habe. Und ich freue mich schon auf die nächsten.“



Vortrag: Daniel Spoerris
„Il Giardino“ als großes „Fallenbild“

Donnerstag, 23. Februar 2017, 19.00 Uhr

Gartenkunst und Künstlergärten haben in Italien eine lange Tradition. Und so begann Daniel Spoerri, der Erfinder des „Fallenbildes“ und Begründer der „Eat Art“, Anfang der 1990er Jahre in der südlichen Toskana bei Seggiano einen Skulpturenpark anzulegen. 1997 wurde „Il Giardino di Daniel Spoerri“ vom italienischen Kultusministerium als Stiftung anerkannt und offiziell eröffnet. Bis heute hat der „Fallensteller“ auf dem ca. 16 ha großen und landschaftlich sehr reizvollen Gelände 111 Installationen von sich und von mehr als 50 Künstlerfreunden aufstellen lassen. Darunter sind herausragende Werke u. a. von Eva Aeppli, Arman, Dani Karavan, Meret Oppenheim, Dieter Roth, Jesús Rafael Soto, oder Jean Tinguely.

In ihrem Vortrag am Donnerstag, 23. Februar um 19 Uhr lädt Barbara Räderscheidt, Präsidentin der italienischen Stiftung „Hic Terminus Haeret – Il Giardino di Daniel Spoerri“, anhand von projizierten Fotografien die Zuhörer zu einem virtuellen Gang durch den „Il Giardino“ ein. Mit ausgewählten Werken soll nicht nur die Entwicklungsgeschichte des Parks dokumentiert, sondern auch der restauratorische Aspekt der Freiplastiken erörtert werden. Neben Erhalt und Pflege des Skulpturenparks hat sich die Stiftung nämlich zum Ziel gesetzt, den „Il Giardino“ auch als Bildungseinrichtung zum Zwecke kunsthistorischer und naturkundlicher Forschung zu nutzen.

Im Anschluss an die Veranstaltung können sich die Zuhörer an kleinen kulinarischen Genüssen aus Italien erfreuen, darunter auch eine Kostprobe des Olivenöls der Sorte „Olivastra Seggianese“, die im „Giardino“ geerntet wird.