Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg





Dr.-Johann-Maier-Straße 5, 93049 Regensburg
Tel.+ 49 (0)941 29714-0, info@kog-regensburg.de
Di-So 10-17 Uhr, Do 10-20 Uhr, 6 € / 4 € ermäßigt
Logo: Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg


19. Mai bis 9. September 2018

In der Ausstellung Based on True Events setzt sich der Slowakische Künstler Roman Ondak (*1966) mit den aktuellen gesellschaftlichen und politischen Unwägbarkeiten auseinander. Nach wahren Begebenheiten, verheißt der Titel der Schau, doch in unserer Welt der Fake News, alternativen und Post-Fakten ist dieses Versprechen verstörend geworden. Was ist denn wahr und wer bestimmt, was Wahrheit ist? Und welchen Abstand zur Realität umschreibt das Wort „nach“? Roman Ondaks Konzeptkunst stellte schon immer solch unbequeme Fragen, nun ist sie aktueller denn je.

In Regensburg knüpft er an seinen documenta-Beitrag Observations (1995/2011) an und zeigt erstmals New Observations (1995/2018), beide Serien von Fotografien, die er einem sechzig Jahre alten Lehrbuch menschlicher Kommunikation entnommen hat. Ihrem ursprünglichen Kontext entzogen entpuppen sich die Fotos und Bildunterschriften als pseudowissenschaftlich und ungewollt komisch. Die Rauminstallation Signature (2014) zeigt die geschätzte Schreibmaschine aus Ondaks Kindertagen – zerlegt in fünfzig Einzeltteile. Der Künstler seziert seine Vergangenheit und fügt sie in neuer Form zusammen. Neben bekannten Arbeiten wie dem Film Lucky Day (2006) zeigt die Ausstellung auch neue Meisterwerke wie Perfect Society (2018) und Planets I–X (2016–18).

Ausgehend von sehr persönlichen Eindrücken – Objekten wie Erlebnissen – erschafft Roman Ondak Arbeiten, die klug und zugleich universell verständlich und zugänglich sind. Für seine humanistischen Idealen verpflichtete, global gültige Kunst erhält er den Lovis-Corinth-Preis 2018.

Roman Ondak bei Capriccio am 12.6.2018 >>>


Roman Ondak, After, 2017 Gefundener Feuermelder,
16 x 13 x 8 cm, Courtesy the artist and gb agency, Paris
Foto: © Sebastiano Pellion di Persano


Unter dem Motto „Woher kommen wir, wohin gehen wir?“ lädt die neue Auswahl der Sammlung zu einer Reise durch Zeit und Raum ein. Der Rundgang führt den Besucher durch über 200 Jahre Kunst und Geschichte und zugleich – im Sinne des Stiftungsauftrags des Museums – an verschiedene Orte: Es sind Stätten historischer Ereignisse, Städte des künstlerischen Austausches wie Danzig und Königsberg mit ihren Kunstakademien oder Prag als Zentrum der Prager Sezession. Ferner geht es um Landschaften der Inspiration, die die Künstlerinnen und Künstler in Italien, in der Schweiz sowie insbesondere an der Ostseeküste fanden und festhielten. Die Darstellungen fiktiver Orte in Traum- und Alptraumszenen schöpfen hingegen aus inneren Bildern und Visionen. Dem roten Faden folgt der Blick auf die Breslauer Malerschule und das damit zusammenhängende Kunstschaffen der sogenannten Goldenen Zwanziger Jahre im Osten der Weimarer Republik und auch über deren Grenze hinaus. Eine Gegenüber-
stellung von Werken deutscher, tschechischer, russischer und polnischer Künstler zeigt den Austausch zwischen Ost und West, der auch durch den Eisernen Vorhang nicht unterbunden wurde.


AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

So 8.7., 15.00
Führung: Roman Ondak. Lovis-Corinth-Preis 2018
3 € + Eintritt
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Di 10.7., 14.00
Führung am Nachmittag. Die bewegten 1920er
Gisela Conrad, Künstlerin
5 € Führung, Kaffee und Kuchen + Eintritt
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Do 12.7., 19.00
Expertenführung: Beobachtungen / Observations
Prof. Dr. Christiane Heibach, Universität Regensburg
7 / 5 € inkl. Führung, Eintritt und Getränk
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So 15.7., 15.00
Führung: Roman Ondak. Lovis-Corinth-Preis 2018
3 € + Eintritt
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