Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg



Dr.-Johann-Maier-Straße 5, 93049 Regensburg
Tel.+ 49 (0)941 29714-0, info@kog-regensburg.de
Di-So 10-17 Uhr, Do 10-20 Uhr, 6 € / 4 € ermäßigt

Donnerstags ab 17 Uhr Eintritt frei
Logo: Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg


Blick in die Ausstellung „Katharina Sieverding. Deutschland wird deutscher. Präsentation und Dokumentation“ im Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Foto: Lukas & und Zink, Fotografen

26. Mai bis 8. September 2019

Mit ihrer Fotografie „Deutschland wird deutscher“ (1992) setzte die Künstlerin Katharina Sieverding (*1944 Prag) einen deutlichen Akzent gegen das Aufkeimen nationalistischer Gesinnung nach der Wiedervereinigung Deutschlands. Die großformatigen schwarzweiße Fotografie zeigt ein von Messern bedrohtes Selbstbildnis der Künstlerin. Die Ausstellung im KOG führt die polarisierenden Reaktionen und Diskussionen vor Augen, die die öffentliche Präsentation von Siverdings Arbeit Anfang der 1990er Jahre hervorgerufen hat. Die Frage nach der kulturellen und geistigen Identität und Weite der deutschen Nation ist angesichts der politischen Entwicklungen aktueller denn je. Im Hinblick auf die gegenwärtigen Migrations- und Flüchtlingspolitik hat Sieverdings Werk an Wirkkraft nicht verloren.



21. Juli bis 8. September 2019

Eröffnung: Sonntag, 21.7., 11 Uhr

Es ist nichts Unübliches, dass ein Künstler seine Leinwand von beiden Seiten bemalt. Doch der Museumsbesucher bekommt meist nur eine davon zu sehen. In der Schausammlung des Kunstforums Ostdeutsche Galerie sind vier Gemälde so installiert, dass sie beidseitig betrachtet werden können. Die Ausstellung deckt nun weitere verborgene Rückseiten auf. Zum Vorschein kommen vielfach Porträts, skizziert oder vollendet, meistens mit einem privaten Bezug zum Künstler oder zur Künstlerin. Manchmal verraten kleine Entwürfe und Anmerkungen mehr über den Schaffensprozess.

Blick in die Ausstellung „Verborgen Doppelbilder“
Foto: Kunstforum Ostdeutsche Galerie /Gabriela Kašková


Ein eigener Kanoldt
für das Kunstforum Ostdeutsche Galerie

Seit 2005 ist in der Schausammlung im Kunstforum Ostdeutsche Galerie fast durchgehend „ein Kanoldt“ zu sehen. Alexander Kanoldts nüchterne Stillleben mit den charakteristischen Zimmerpflanzen gelten geradezu als Inbegriff der Neuen Sachlichkeit. Allerdings behalf sich das Museum bisher mit Leihgaben anderer Institutionen. Mit dem frisch angekauften „Stillleben I“ von 1927 bekommt die Sammlung nun ein eigenes Gemälde dieses bedeutenden Künstlers. Seinen Platz findet es neben Werken von Oskar Moll, Oskar Schlemmer und Carlo Mense – allesamt Kanoldts Kollegen an der Breslauer Kunstakademie.
Unser großer Dank geht an die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, namentlich Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters, an die Ernst von Siemens Kunststiftung und die Kulturstiftung der Länder sowie die Freunde und Förderer des Kunstforums Ostdeutsche Galerie in Regensburg e.V., die Unterstützer dieses im Hinblick auf den Marktwert des Künstlers ambitionierten Unterfangens.

Alexander Kanoldt, Stillleben I / 1927, Öl auf Leinwand, 110,5 x 87,6 cm, Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg, Foto: © Atelier Schneider Berlin / Courtesy Nathan Fine Art