Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg





Dr.-Johann-Maier-Straße 5, 93049 Regensburg
Tel.+ 49 (0)941 29714-0, info@kog-regensburg.de
Di-So 10-17 Uhr, Do 10-20 Uhr, 6 € / 4 € ermäßigt
Logo: Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg


24.11.2017 verlängert bis 25.3.2018

Licht und changierende Bildstrukturen machen die faszinierenden Animationen und Videoskulpturen aus, die im abgedunkelten Raum schweben und ihn zugleich mit ihren Geräuschen füllen. Mal meint man, durch ein Mikroskop zu blicken, mal hat man das Gefühl, einen fremden Planeten in der Ferne zu beobachten. Doch die vordergründig sehr ästhetisch wirkenden Kunstwerke von Jakub Nepraš, die den Betrachter auf mehreren Sinnesebenen ansprechen, stecken voller tiefsinniger Gedanken.

Ausgehend von wissenschaftlichen Texten, philosophischen Überlegungen sowie der eigenen Erfahrung und Intuition greift Nepraš bestimmte Formen oder Prozesse in der Natur auf. In seiner künstlerischen Verarbeitung erhebt er sie zu Metaphern für Phänomene wie Erinnerung, Kommunikation, Evolution oder Adaptation. So gelingt es ihm, komplexe Zusammenhänge und Querverbindungen in der Funktionsweise der Welt zu veranschaulichen.

Der Medienkünstler und Bildhauer Jakub Nepraš (*1981 Prag) avancierte in den letzten zehn Jahren zu einem der international bekanntesten tschechischen Künstler. Von den anfänglichen zweidimensionalen Videomalereien gelangte er zu Objekten und Skulpturen aus Plexiglas und technischen Elementen, in den letzten Jahren verwendet er vermehrt auch Holz, Stein und Glas.

Die Ausstellung „Invisible Outer Space“ im Kunstforum Ostdeutsche Galerie zeigt eine Auswahl an Werken von Jakub Nepraš seit 2007 bis 2016, sowie einige frühere und aktuelle Zeichnungen.




Blick in die Ausstellung im KOG Foto: Dita Lamacová


Vom Feuermüller bis zur Leuchtstoffröhre.
Glanzlichter der Grafischen Sammlung

Matinee mit Eröffnung
Sonntag, 21. Januar, 11 Uhr

Licht ist nicht nur wesentliches Medium, sondern auch beliebtes Thema der Kunst. Das Verständnis davon,
was Licht eigentlich ist, wandelte sich in der Menschheits- geschichte immer wieder. Während das physikalische Phänomen unveränderlich ist, zeigen gerade die Künstler, dass die Geschichte des Lichts eigentlich die Geschichte
der menschlichen Wahrnehmung und Umgangs mit selbigem ist.
Licht – im physikalischen wie im metaphorischen Sinn – bildet den Leitfaden der Präsentation, die den Betrachter quer durch die Kunst- und Weltgeschichte führt. In drei Abschnitten sind Zeichnungen, Drucke, Fotografien und Künstlerbücher mehrerer Jahrhunderte und Stilrichtungen
zu sehen, die Licht als Ausdruck von Erleuchtung, als Katalysator für Farbe oder als Grundvoraussetzung von Form vorstellen.


Unter dem Motto „Woher kommen wir, wohin gehen wir?“ lädt die neue Auswahl der Sammlung zu einer Reise durch Zeit und Raum ein. Der Rundgang führt den Besucher durch über 200 Jahre Kunst und Geschichte und zugleich – im Sinne des Stiftungsauftrags des Museums – an verschiedene Orte: Es sind Stätten historischer Ereignisse, Städte des künstlerischen Austausches wie Danzig und Königsberg mit ihren Kunstakademien oder Prag als Zentrum der Prager Sezession. Ferner geht es um Landschaften der Inspiration, die die Künstlerinnen und Künstler in Italien, in der Schweiz sowie insbesondere an der Ostseeküste fanden und festhielten. Die Darstellungen fiktiver Orte in Traum- und Alptraumszenen schöpfen hingegen aus inneren Bildern und Visionen. Dem roten Faden folgt der Blick auf die Breslauer Malerschule und das damit zusammenhängende Kunstschaffen der sogenannten Goldenen Zwanziger Jahre im Osten der Weimarer Republik und auch über deren Grenze hinaus. Eine Gegenüber-
stellung von Werken deutscher, tschechischer, russischer und polnischer Künstler zeigt den Austausch zwischen Ost und West, der auch durch den Eisernen Vorhang nicht unterbunden wurde.


AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

Sonntag, 14. Januar, 15 bis 17 Uhr
Leuchtende Phantasiewelten, Familiennachmittag
Kinder frei, Erwachsene 2 €
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Sonntag, 14. Januar, 15 Uhr
Führung durch die Ausstellung
„Jakub Nepraš. Videoskulpturen“

3 € + Eintritt
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Dienstag, 16. Januar, 16 Uhr
Führung für Eltern mit Baby:
„Jakub Nepraš. Videoskulpturen“

Teilnahme 4 €
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Mittwoch, 17. Januar, 13 Uhr
Mittagspause im Museum: Freie Kurzführung
„Jakub Nepraš. Videoskulpturen“

6 / 4 € Eintritt
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