Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg





Dr.-Johann-Maier-Straße 5, 93049 Regensburg
Tel.+ 49 (0)941 29714-0, info@kog-regensburg.de
Di-So 10-17 Uhr, Do 10-20 Uhr, 6 € / 4 € ermäßigt
Logo: Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg
27. September 2014 bis 11. Januar 2015

Eröffnung: 26. September 2014, 19 Uhr

Als der gebürtige Österreicher Oskar Kokoschka (Pöchlarn 1886 – 1980 Montreux) Ende September 1934 nach Prag kam, plante er, nur ein paar Tage zu bleiben. Schließlich hielt er sich in der Stadt, aus der seine Vorfahren väterlicherseits stammten, vier Jahre auf. In dieser Zeit schuf er weit über 30 Ölgemälde, darunter allein 15 Stadtansichten. Eine weitere entstand aus der Erinnerung heraus in London, wohin er Mitte Oktober 1938 fliehen musste, nachdem die Nationalsozialisten zunächst die sudetendeutschen Gebiete und später das restliche tschechoslowakische Staatsgebiet unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Der Titel „Prag – Nostalgia“ deutet die anhaltende Verbundenheit des Künstlers zu der Stadt an. In der Prager Kunstszene hatte Kokoschka eine öffentlich ausstrahlende und integrierende Wirkung. Er unterhielt Kontakte sowohl mit den dort ansässigen tschechischen und deutschböhmischen Künstlern als auch mit den intellektuellen Emigranten-Kreisen. Die Ausstellung präsentiert Kokoschkas in der Tschechoslowakei entstandenes OEuvre und bettet es in den Kontext seines damaligen künstlerischen Umfeldes ein.

Flyer, als PDF >>>

Oskar Kokoschka, Prag. Blick vom Moldauufer auf die Kleinseite und den Hradschin III (Ausschnitt), 1936, Öl auf Leinwand, Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg, © Fondation Oskar Kokoschka/VG Bild-Kunst, Bonn 2014

4. September bis 30. November 2014

Im August 2014 jährt sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Aus diesem Anlass zeigt SCHAUFENSTER 9 mit einer Auswahl an Handzeichnungen und Druckgrafiken die Auswirkungen der „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ auf das Schaffen von Künstlern wie Otto Dix, Max Beckmann, Erich Heckel, Ludwig Meidner, Willy Jaeckel oder Felix Meseck. „Der Erste Weltkrieg auf Papier“ vereint rund 20 Werke, in denen sich realistische Schilderungen mit allegorischen Herangehensweisen, expressive Überhöhung mit reduzierter Formensprache abwechseln. Trauer, Wut und Entsetzen sprechen aus diesen Blättern, die retrospektiv als politische Stellungnahme wie auch als persönliches Zeugnis zu lesen sind.

Ludwig Meidner, „Die Kanone“ (Ausschnitt), 1914, Rohrfeder in schwarzer Tusche, Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg, © Ludwig-Meidner-Archiv, Jüdisches Museum der Stadt Frankfurt am Main

Kulturpartner
Wochenübersicht der Veranstaltungen September 2014

Freitag, 26. September, 19 Uhr
Ausstellungseröffnung:
„Oskar Kokoschka und die Prager Kulturszene“


Schausammlung im Fokus.
Themenführungen durch die Dauerausstellung

Neue Einblicke eröffnen unsere Themenführungen: Wechselnde inhaltliche Schwerpunkte ermöglichen ein vertieftes Verständnis der Kunstgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

Die Moderne lässt sich mit hervorragenden Beispielen bedeutender Künstler im Kunstforum Ostdeutsche Galerie nachvollziehen: Von Romantik und Realismus über Impressionismus und Expressionismus, von Konstruktivismus und Konkreter Kunst bis hin zu informeller und medialer Kunst – entscheidende Stilrichtungen veranschaulichen die massiven kulturellen Veränderungen Mittel- und Osteuropas im 19. und 20. Jahrhundert.

15 farbige Themenräume
Ein Einblick >>>


Themenführungen im September 2014

... folgt demnächst

Führungen durch die Dauerausstellung sind auch privat buchbar. Kontakt: Tel. 0941-29714 0 oder
E-Mail: info@kog-regensburg.de
Kosten: 2 € + Eintritt

Neues aus dem Kunstforum
Kunst auf Reisen: Jan Kubícek – Retrospektive.
Städtische Galerie Prag

21 Werke des tschechischen Malers, Grafikers und Fotografen Jan Kubícek aus der Michaela-Riese-Stiftung im Kunstforum sind noch bis zum 10. August in einer Retrospektive in Prag zu sehen. Die Ausstellung in der Städtischen Galerie Prag (Galerie Hlavního mesta Prahy) zeigt einen Überblick über das Werk dieses wichtigen Vertreters des tschechischen Konstruktivismus. Die Regensburger Leihgaben wie die „Geteilten Kreise“ (1987/1993) oder die Serie „System“ (1988/1999) zeigen Kubíceks typische Experimente mit Verschiebungen von Kreis-Segmenten.
Kubícek ist insbesondere in Deutschland bekannt geworden, wo ab Ende der 1960er Jahre seine ersten Einzelausstellungen stattfanden. Wie viele andere Künstler aus der damaligen Tschechoslowakei und der Sowjetunion hatte ihn der Journalist und Kunstsammler Hans-Peter Riese nach Deutschland vermittelt. Riese ist auch Kurator der Prager Ausstellung. Einen Einblick in seine Sammlung gab das Kunstforum mit der Ausstellung „Dialog über Grenzen. Die Sammlung Riese“ im Frühjahr 2013. Im Anschluss daran wurde die 2008 von ihm begründete Michaela-Riese Stiftung unter anderem um die Werke von Jan Kubícek erweitert.

Jan Kubícek, Zerteilte Kreise, drei Dimensionen, 1987/1993, Acryl auf Leinwand, Michaela-Riese-Stiftung im Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg