Bernhard Heisig and Breslau

24.10.2025 bis 18.1.2026

Lovis Corinth (1858–1925) gilt als Vorreiter der Moderne. Sein Werk wird häufig sowohl dem deutschen Impressionismus als auch der Stilströmung des Expressionismus zugeordnet. Doch Corinths „schnelle“ Malerei, in der sich das Gegenständliche zunehmend auflöst, lässt sich mit diesen kunsthistorischen Begriffen kaum beschreiben. Seinen individuellen Stil und seine künstlerische Freiheit hat er sich hart erarbeitet.

Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie verwahrt eine der bedeutendsten Sammlungen an Werken des aus Ostpreußen stammenden Künstlers. Neben zwölf Gemälden sind es rund 500 Zeichnungen und Druckgrafiken. Einen besonderen Schatz stellen daneben Corinths Zeichenhefte dar: zwölf Skizzenbücher und ein Skizzen-Album. Sie beinhalten eine weitere Vielzahl an Zeichnungen. Diese erstrecken sich über die gesamte Schaffenszeit des Künstlers, von seinen Anfängen an der Königsberger Akademie der Künste bis in sein Spätwerk.

Die Ausstellung „Lovis Corinth – Bildrausch“ zum 100. Todestag des Künstlers führte seinen Schaffensprozess vor Augen, indem sie Zeichnungen aus den Skizzenbüchern und die daraus hervorgegangenen Gemälde zusammenbrachte. Neben raren Frühwerken waren prominente Hauptwerke des Künstlers zu sehen, darunter Bilder vom Walchensee, Porträts sowie beeindruckende Szenen wie „Das große Martyrium“ oder „Salome“ – Werke aus der Sammlung des KOG und Leihgaben. Medienstationen lieferten vertiefende Informationen. Hier konnte man die digitalisierten Skizzenbücher durchblättern und ihre Bezüge zur Malerei nachvollziehen, mehr über die Maltechnik und die Provenienz von Corinths Gemälden im KOG erfahren. Alle Forschungsergebnisse beinhalten die begleitenden Publikationen: ein Ausstellungskatalog und ein Bestandskatalog der Skizzenbücher.

Ausstellung „Lovis Corinth – Bildrausch“, Kunstforum Ostdeutsche Galerie, mit Werken Lovis Corinths (Gemälde von links nach rechts): Diogenes, KOG; Porträt Andreas Weißgerber (stehend), 1919, KOG / Leihgabe der BRD; Der Violinist Andreas Weißgerber, 1919, Courtesy Musée national d‘archéologie, d‘histoire et d‘art Luxemburg (MNAHA), Foto: Uwe Moosburger, www.altrostudio.de

 

Katalog

Unterstützung des Ausstellungsprojekts

Wir danken für Unterstützung und Kooperation:

  • Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
  • Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales
  • Stadt Regensburg
  • Kulturstiftung der Länder
  • Ernst von Siemens Kunststiftung
  • Sparkasse Regensburg
  • REWAG Regensburger Energie- und Wasserversorgung AG & Co
  • Freunde und Förderer des Kunstforums Ostdeutsche Galerie in Regensburg e.V.
  • Zentralinstitut für Kunstgeschichte
  • Kulturpartner: Bayern 2

Die Restaurierung wurde unterstützt von:

  • Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern
  • private Spenden von Mitgliedern der Freunde und Förderer des Kunstforums Ostdeutsche Galerie in Regensburg e.V.

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