Renée Sintenis

Zwischen Freiheit und Moderne

12. Oktober 2019 bis 26. Januar 2020

Renée Sintenis (Glatz, Schlesien 1888–1965 Berlin) war eine der ersten Frauen, die ihre künstlerische Berufung erfolgreich zu ihrem Beruf machen konnten. Ihr sorgfältig inszeniertes androgynes Image machte sie zum Symbol der „Neuen Frau“ der modernen Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Sintenis’ Galerist Alfred Flechtheim verstand es, die Ausstrahlung der Künstlerin geschickt zu vermarkten und ihre kleinen, ansprechenden Tierfiguren mit gutem Gewinn an Privatsammler sowie an Museen zu verkaufen. Sintenis’ „Berliner Bär“ wurde Ende der 1950er Jahre nicht nur zum Symbol der Hauptstadt, sondern auch zur Vorlage für die Trophäe der Berliner Filmfestspiele.

Die Ausstellung mit über 100 Werken führte vor Augen, worin Sintenis die künstlerische Herausforderung in der Tierdarstellung sah: Eine Natürlichkeit und Freiheit, die sie durch Bewegung zum Ausdruck bringt. Auch vom menschlichen Körper war sie in ihrem ganzen Schaffen fasziniert. Die präsentierten Sportlerfiguren zeigten, wie Sintenis durch genaue Beobachtung die Körperhaltung und -spannung beim Boxen, Fußball- oder Polospiel festhalten konnte. Den krönenden Abschluss des Ausstellungsrundgangs gab die mythologische Figur der Daphne, deren schlanker emporstrebender Körper sich in einen Baum verwandelt.

Große Daphne, Skulptur von Renée Sintenis, Entwurf aus dem Jahr 1930, Guss posthum im Jahr 1991
Renée Sintenis, Große Daphne, 1930 (Entwurf), 1991 (Guss, posthum) © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

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