Provenienzforschung

Was ist Provenienzforschung?

Stempel, Aufkleber oder Beschriftungen, die an Kunstwerken zu finden sind, liefern oft wichtige Hinweise zur Herkunft. Solche Anhaltspunkte werden mit Informationen aus Archivbeständen, Kaufverträgen, Publikationen oder Auktionskatalogen kombiniert. Im Idealfall lassen sich so die Besitzverhältnisse eines Kunstwerkes rekonstruieren. Das Erstellen solcher möglichst vollständiger „Werk-Biografien“ ist die Aufgabe der Provenienzforschung. Dabei geht es vor allem darum, eventuelle NS-Raubkunst aufzuspüren.

Provenienzrecherche im KOG

Im KOG läuft die systematische Provenienzrecherche an den stiftungseigenen Gemäldebeständen seit Dezember 2018. Die eigens dafür eingerichtete Stelle wird vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste und der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern gefördert.

Bisher hat Kunsthistorikerin Natascha Mazur M.A. rund 70 Gemälde untersucht (Stand März 2020). Bei 13% der Werke konnte die Provenienz im problematischen Zeitraum zwischen 1933 und 1945 lückenlos geklärt werden. Für die restlichen Werke ist eine vergleichbare Auflösung der Herkunft anhand der gegenwärtig zugänglichen Informationen nur bis zu einem bestimmten Grad möglich. Der Prozess wird fortgeführt, sobald weitere Anhaltspunkte auftauchen.

Im nächsten Projektabschnitt überprüft die Provenienzforscherin weitere 70 Werke aus dem Gemäldebestand. Auch hier ist das Ziel, Kunstwerke aus NS-verfolgungsbedingt entzogenem Besitz zu identifizieren und „faire und gerechte“ Lösungen im Sinne der Washingtoner Prinzipien zu finden.


Nächste Führung

folgt in Kürze

Kunstwerke mit Geschichte

Die Ergebnisse ihrer Forschung stellt Natascha Mazur M.A. interessierten BesucherInnen im Rahmen von (Kurz-)Führungen und Themenabenden vor. Einige Geschichten finden Sie auch hier.

Paul Kleinschmidt

Ihre Ansprechpartnerin

Provenienzforscherin
Natascha Mazur M.A.
n.mazur@kog-regensburg.de

Porträtfoto von Natascha Mazur M.A.

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