Sammlung Riese

Dialog über Grenzen

17. Februar bis 12. Mai 2013

Unter dem Titel „Dialog über Grenzen“ präsentierte die Ausstellung eine exklusive Auswahl aus der Sammlung von Hans-Peter Riese. Seit den 1960er Jahren hatte der frühere ARD- und FAZ-Journalist diese in der ehemaligen Tschechoslowakei, der Sowjetunion, den USA sowie in Deutschland zusammengetragen. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf der konkret-konstruktiven Kunst sowie der Op-Art. Sie enthält aber auch Beispiele des Informel und der neuen Figuration. Zu sehen waren unter anderem Werke von Klaus Staudt, Günther Uecker, Richard Paul Lohse, Jan Kubíček, Zdeněk Sýkora, Eduard Steinberg und Grisha Bruskin.

Die in der Sammlung Riese vertretenen Künstler aus dem ost- und mitteleuropäischen Raum gehörten zur Zeit des Eisernen Vorhangs der nonkonformen Szene an. Sie wurden vom sozialistischen Regime nicht anerkannt oder sogar unterdrückt. Riese spielte zum einen eine wichtige Rolle als Vermittler osteuropäischer Kunst im Westen und gab zum anderen durch seine Berichte Einblick in die kulturpolitische Situation jenseits des Eisernen Vorhangs. In kunsthistorischer Hinsicht zeigt die Gegenüberstellung von Werken ost- und westeuropäischer sowie amerikanischer KünstlerInnen, inwiefern sich stilistische Tendenzen unabhängig von den politischen Systemen parallel entwickelten.

 

Ohne Titel, Objekt von Hugo Demartini aus den Jahren 1968 und 1969
Hugo Demartini, Ohne Titel, 1968-1969 © Hugo Demartini / Rechtsnachfolger

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