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Mit dem Sommer geht auch die Ausstellung „Fernweh“ im Kunstforum Ostdeutsche Galerie zu Ende. Noch bis zum 6. September kann man sich hier in Gedanken auf Reisen begeben: Sonne, Strand, Meer aber auch verträumte Landschaften erwarten die Besucherinnen und Besucher. Zu sehen ist eine feine Auswahl an Kunstwerken von Jugendstil bis zur zeitgenössischen Fotografie aus der museumseigenen Sammlung.

Die Ausstellung „Fernweh. Von Jugendstil bis zur zeitgenössischen Fotografie“ beginnt mit einem Spaziergang durch stimmungsvolle Landschaften: Besondere Lichteffekte an Bäumen und im Gras, geheimnisvolle Wasserflächen oder gar ein verheißungsvoll schimmernder Berg aus Perlmutt laden zum Träumen ein. Die Künstler des Jugendstils wie Emil Orlik oder Walter Leistikow verstehen es, mit ihren Werken den Betrachter/die Betrachterin zu berühren.  

In den folgenden Räumen kann man sich gänzlich der Sehnsucht nach dem Meer ergeben. Karl Schmidt-Rottluff zeigt die malerische Küstenlandschaft um das Dorf Nidden. Hier auf der Ostseeinsel in der Nähe von Königsberg, heute Kaliningrad, fand er sowie auch Max Pechstein sein beliebtes Feriendomizil. Ganz anders wirkt das Meer von Willy Jaeckel und Ernst Mollenhauer. In den wuchtigen Wellen wird die zerstörerische Kraft der Wassermassen sichtbar, die die gesellschaftliche Situation ihrer Zeit spiegelt.

Wer natürlich nicht fehlen darf, sind die Badenden. Allen voran die berühmteste unter ihnen, die Göttin der Liebe Venus. Die Schaumgeborene war als nackte Schönheit schon immer ein beliebtes Motiv der Kunstgeschichte. In der Ausstellung ist sie mehrfach zu finden, auch in plastischer Ausfertigung. Die „Geburt der Venus“ von Lovis Corinth zieht dabei sicherlich die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Das kleine Bild erscheint wie ein Wirbel aus Pinselstrichen, aus dem – gerade so erkennbar – die weibliche Figur auftaucht.

Im letzten Abschnitt schlägt die Präsentation eine Brücke zur zeitgenössischen Fotografie. Der berühmte Verhüllungskünstler Christo dokumentiert so eine seiner berühmten Aktionen, die „Wrapped Walk Ways“ von 1977. Michael Bry fängt auf seinen Fotografien das Flair ferner südlicher Orte mit ihren Bewohnern ein.

Die Ausstellung endet mit einem ganz aktuellen Beitrag von den litauischen Künstlerinnen, die das preisgekrönte Projekt „Sun & Sea (Marina)“ für die Biennale 2019 gestalteten. Über die Hintergründe ihrer innovativen Opernperformance berichten Rugilė Barzdžiukaitė, Vaiva Grainytė und Lina Lapelytė in einem Interview, das exklusiv für die Ausstellung im KOG entstanden ist.

Bis zum letzten Ausstellungtag, am Sonntag, 6. September, finden noch einige Kurzführungen durch die Ausstellung statt. Neben den Sonntagsführungen gibt es am Mittwoch, 2. und Donnerstag, 4. September, einen Rundgang mit der Kuratorin der Ausstellung Dr. Verena Hein. Die Teilnehmerzahlen sind beschränkt, Plätze kann man sich unter www.kunstforum.net reservieren.

Blick in die Räume der Ausstellung "Fernweh. Von Jugendstil bis zur zeitgenössischen Fotografie
Foto: Studio Zink Fotografen

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„Fernweh“ nur noch bis zum 6. September Die Sommerausstellung im Kunstforum Ostdeutsche Galerie geht zu Ende

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