Seit sieben Jahren laufen im Kunstforum Ostdeutsche Galerie Untersuchungen zur Provenienzforschung. Diese Spezialdisziplin der Kunstgeschichtsforschung rekonstruiert den Verbleib von Kunstwerken. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945. Ziel ist es, Fälle von NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgütern aufzudecken und faire und gerechte Lösungen zu finden, um diese an die rechtmäßigen Eigentümerinnen und Eigentümer zurückzuführen.
Unter den Werken, zu denen Provenienzforscherin Natascha Mazur M.A. am KOG recherchierte, waren auch Gemälde von Lovis Corinth. Ihre Forschungsergebnisse präsentiert die Expertin nun erstmals anlässlich der Ausstellung „Lovis Corinth – Bildrausch“. Bei ihrer Führung am Donnerstag, 30. Oktober, berichtet Mazur über die Herkunftsgeschichten jedes der untersuchten Gemälde. Anhand der Monitore in der Ausstellung bekommen die Besucherinnen und Besucher auch die Rückseiten der Werke zu sehen. Denn die hier angebrachten Aufkleber, Stempel oder Beschriftungen liefern vielfach wichtige Anhaltspukte für die Provenienzforschung. Stichpunktartig zusammengefasst sind die neuen Erkenntnisse in der Ausstellungspräsentation dargestellt. Im Detail kann man diese im Beitrag von Natascha Mazur im Ausstellungskatalog nachlesen.
