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Wie lässt sich das Moderne in Lovis Corinths Gemälden fassen? In seinem Vortrag beleuchtet Dr. Dominik Brabant, stellvertretender Direktor am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München, das Schaffen des Künstlers zwischen Konvention und Rebellion. Er zeigt auf, dass Corinth einerseits den traditionellen Bildgattungen wie Historienmalerei oder Porträt verbunden bleibt und andererseits über sie hinausstrebt. Der Vortrag findet am Donnerstag, 11. Dezember um 18.30 Uhr im Kunstforum Ostdeutsche Galerie. Er ist Teil einer Kooperation zwischen dem KOG und dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte. Eintritt und Teilnahme sind frei.

In der kunstgeschichtlichen Forschung wird das Werk von Lovis Corinth (1858-1925) in der Regel als stetige Fortentwicklung vor dem Hintergrund der zeitgenössischen Stilrichtungen verstanden. Der Künstler habe mit seinen Werken die unterschiedlichen Stilphasen gleichsam durchgespielt und sich den jeweils neuesten Strömungen angeschlossen: Vom Naturalismus über den Impressionismus und Symbolismus bis hin zum frühen Expressionismus. Diesen habe er mit den expressionistischen Zügen seines Spätwerks sogar regelrecht vorweggenommen.

„So richtig diese Einschätzung ist, so übersieht sie doch ganz wesentliche Aspekte in Corinths Schaffen,“ stellt Dr. Dominik Brabant fest. Insbesondere meint er damit die lebenslange Treue des Künstlers gegenüber einer in Bildgattungen organisierten Malerei, wie sie seit Jahrhunderten an den Akademien gelehrt wurde. So bilden Historienszenen, Porträts, Genre-, Landschafts- und Stilllebenmalerei ebenfalls in Corinths Gesamtwerk das übergreifende Ordnungsschema. Auch wenn er sich mit seiner Kunst sonst in vielerlei Hinsicht als freiheitsliebend und betont „unakademisch“ gibt. In seinem Vortrag am Donnerstag, 11. Dezember ab 18. 30 Uhr, zeigt Brabant auf, dass Konvention und Rebellion in Corinths künstlerischem Schaffen gegenläufige Prinzipien bilden. Sie bestimmen seine künstlerische Produktion auch jenseits der üblichen Einteilung in Stilphasen.

Dr. Dominik Brabant ist seit Oktober 2023 stellvertretender Direktor am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München. Zuvor wirkte der promovierte Kunsthistoriker seit 2011 am Lehrstuhl für Kunstgeschichte der KU Eichstätt-Ingolstadt. 2022/2023 hat er den Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Neuzeit bis zur frühen Moderne an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf vertreten. Brabant war und ist Mitglied unterschiedlicher Forschungsgruppen und hat zahlreiche wissenschaftliche Veranstaltungen im In- und Ausland organisiert. Seine Forschungs- und Interessensschwerpunkte liegen in den Bereichen Skulptur und Plastik der Moderne, Malerei in Deutschland um 1900, Geschichte der Kunstkritik und Kunstgeschichte (19. und 20. Jahrhundert), Geschichte der Genremalerei aus gattungs- und bildhistorischer Sicht sowie auf Fragen der kunsthistorischen und kulturwissenschaftlichen Methodik.

Der Vortrag „Konvention und Rebellion. Lovis Corinth und die Bildgattungen um 1900“ ist Teil einer Kooperation mit dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte. Parallel zur Ausstellung des KOG „Lovis Corinth – Bildrausch“ zeigt das ZI in München bis zum 6. März 2026 die Ausstellung „Corinth werden! Der Künstler und die Kunstgeschichte“. Die Teilnahme am Vortrag ist kostenlos bei freiem Eintritt. Platzreservierung unter www.kunstforum.net oder telefonisch unter 0941 29 714 20 wird empfohlen.  

Pressebild

Das Bildmaterial darf ausschließlich im Rahmen der Ankündigung des Vortrags „Konvention und Rebellion. Lovis Corinth und die Bildgattungen um 1900“ von Dr. Dominik Brabant am 11. Dezember 2025 im Kunstforum Ostdeutsche Galerie verwendet werden. Die Nutzung ist kostenlos. Die Bildunterschriften bitten wir nach Möglichkeit komplett darzustellen. Die Nutzung der Abbildungen für Social Media ist ohne Genehmigung nicht zulässig.

Porträtfoto von Dr. Dominik Brabant
Dr. Dominik Brabant

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Foto: Helene Heilig

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„Konvention und Rebellion. Lovis Corinth und die Bildgattungen um 1900“

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