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Ein Audioguide für Jugendliche und Familien mit Kindern

Der neue Audioguide für Jugendliche und Familien mit Kindern zur Dauerausstellung im Kunstforum Ostdeutsche Galerie ist fertig. Das Besondere: Jugendliche waren hier am Werk. Im Rahmen des Projekts „Der andere Blick“ haben sie die Kunstwerke ausgesucht, Texte geschrieben und eingesprochen. Teilgenommen haben Schülerinnen und Schüler ausgewählter Mittelschulen aus dem Regensburger Landkreis. Die Kooperationspartner vom Lehrgebiet Mündliche Kommunikation und Sprecherziehung an der Universität Regensburg sowie der Bayerische Rundfunk unterstützten das museumspädagogische Konzept. Am Freitag, 22. Juli 2022, treffen sich alle Beteiligten zur Präsentation des Ergebnisses. Das für zwei Jahre ausgelegte Projekt wurde durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

Die Idee des Projekts „Der andere Blick“ ist es, dem Blick der Heranwachsenden auf Kunst zu folgen. Wie sehen diese Kunst und was kann man daraus lernen, um Kunst Kindern und Jugendlichen nahe zu bringen? Konkret geht es um Kunstwerke aus der Dauerausstellung des Kunstforums Ostdeutsche Galerie. Beteiligt sind Schülerinnen und Schüler von Mittelschulen aus dem Regensburger Landkreis – die Klasse 6g von der Mittelschule Neutraubling, die Klasse 6a von der Mittelschule Laaber und die Klasse 7a, von der Mittelschule Lappersdorf. Unter professioneller Leitung von Museumspädagogin Nadja Schwarzenegger M.A. und Kulturvermittlerin Nadine Bauer M.A. erarbeiteten die Mädchen und Jungen in den vergangenen zwei Schuljahren einen Audioguide für Kinder und Familien. Welche Kunstwerke sie den Hörerinnen und Hörern vorstellen möchten, durften die Jugendlichen selbst bestimmen.                                                                               

Nachdem die Schülerinnen und Schüler ihre Favoriten zuerst virtuell und dann auch im Museum gründlich kennengelernt hatten, ging es ans Texte-Schreiben. Denn auch das Verfassen der „Drehbücher“ für den Audioguide war Teil des Projekts. An Hörbeispielen stellten die Jugendlichen schnell fest, was sich „gut anhört“ und was nicht. Für die Schülerinnen und Schüler war es wichtig, auch Zahlen, Daten und Fakten zu benennen. Nun ging es darum, eine kreative und ansprechende Form zu finden, um die Kunstwerke vorzustellen. Hier waren die Jugendlichen sehr erfinderisch. Manche der Mädchen und Jungen versetzten sich in die Rolle von KunsthistorikerInnen, ReporterInnen oder in die KünstlerInnen selbst, um über die Kunstwerke zu berichten. Andere Teams inspirierten Landschaftsbilder dazu, sich auf eine fiktive Wanderung zu begeben.

Für den anschließenden Schritt wurde das Lehrgebiet Mündliche Kommunikation und Sprecherziehung an der Universität Regensburg ins Boot geholt. PD Dr. Wieland Kranich und sein Studierenden-Team bereiteten die Jugendlichen auf das Einsprechen der Texte vor. Ab Ende Januar 2022 bekamen sie entsprechendes Training in Stimmbildung, Körperhaltung und Lesetechnik.

Die Tonaufnahmen bereitete Nadine Bauer M.A. zusammen mit einem weiteren Kooperationspartner vor, dem Bayerischen Rundfunk. Jede der Schulklassen hatte einen ganzen Tag im Museum für sich. So war genügend Zeit für Warm-up-Spiele sowie um sich das Sprachtraining wieder ins Gedächtnis zu rufen. Und dann ab ins Studio! Hier fand sich nun jeder für sich vor dem Mikrofon betreut vom Tontechniker Manfred Schiemchen. In den Wartezeiten nahmen die restlichen Schülerinnen und Schüler Hintergrundgeräusche auf oder beteiligten sich am parallel angebotenen Programm des museumspädagogischen Teams. 

Am 22. Juli treffen sich nochmals alle Beteiligten, um das Ergebnis ihrer Arbeit zu hören und zu feiern. Neben der Begrüßung von Direktorin Dr. Agnes Tieze – der Initiatorin des Projekts – und einer Zusammenfassung des Projektverlaufs wird es auch ein Interview mit den Schülerinnen und Schülern geben. Zwei Szenen aus dem Audioguide werden vor den jeweiligen Kunstwerken live vorgespielt. Anschließend drehen dieJugendlichen mit ihrem Audioguide eine erste Runde durch die Dauerausstellung. Das wird sicherlich eine große Überraschung werden. Denn aus den einzelnen Hörstationen stellte Nadine Bauer eine spannende Schnitzeljagd zusammen. Bilder suchen, Fragen beantworten, Punkte sammeln – mithilfe der kinder- und jugendfreundlichen Plattform Actionbound macht der Ausstellungsbesuch so richtig Spaß.„Es war uns wichtig von den Jugendlichen zu lernen. Wir wollten die Kunstwerke durch ihre Augen sehen“, beschreibt Projektleiterin Nadine Bauer. „Und das Endergebnis zeigt, es hat sich gelohnt.“

 

Projektidee: Dr. Agnes Tieze, Direktorin

Projektleitung: Nadja Schwarzenegger M.A., Nadine Bauer M.A.

 

Das für zwei Jahre ausgelegte Projekt wird durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

 

Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie bedankt sich bei den Kooperationspartnern des Projekts:

Klasse 6g Mittelschule Neutraubling
Klasse 6a von der Mittelschule Laaber
Klasse 7a von der Mittelschule Lappersdorf

Lehrgebiet Mündliche Kommunikation und Sprecherziehung (MKuSe), Universität Regensburg

Bayerischer Rundfunk, Studio Regensburg

 

PRESSEBILDER

Das Bildmaterial darf ausschließlich im Rahmen der Berichterstattung über das Projekt „Der andere Blick“ des Kunstforums Ostdeutsche Galerie verwendet werden.

Die kompletten Bildunterschriften finden Sie in der beigelegten Datei "PM_Projekt der andere Blick".

Projekt "Der andere Blick"

Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a der Mittelschule Lappersdorf sortieren und ordnen ihre bunten Info- und Textbausteine
Foto: KOG / Nadja Schwarzenegger

jpg-Datei, Größe: 811 KB

Projekt "Der andere Blick"

Kunst inspiriert, kreativ zu werden – auch beim Festhalten des Konzepts. Notizen des Kubíček-Teams in der Klasse 6g, Mittelschule Neutraubling. Foto: KOG / Nadja Schwarzenegger

jpg-Datei, Größe: 697 KB

Projekt "Der andere Blick"

Das museumspädagogische Atelier verwandelte sich kurzzeitig in ein Tonstudio. Foto: KOG / Gabriela Kašková

jpg-Datei, Größe: 10 MB

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