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| Provenienzforschung

Provenienzforscherin Natascha Mazur gibt einen abschließenden Überblick zu den Herkunftsgeschichten von Kunstwerken des Kunstforums Ostdeutsche Galerie

Seit 2018 hat das Kunstforum Ostdeutsche Galerie die Herkunft von Kunstwerken in seiner Sammlung systematisch erforscht. Die hierfür eingerichtete Stelle für Provenienzforschung wurde zunächst vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste und der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern finanziert. Anschließend übernahm die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien die Förderung. Auch dieses zeitlich begrenzte Projekt läuft nun aus und Provenienzforscherin Natascha Mazur schließt ihre Recherchen ab. Am Donnerstag, 29. Januar, gibt sie einen zusammenfassenden Überblick über die Ergebnisse ihrer Forschung. Ihre Führung beginnt um 18.30 Uhr.

Grün, Orange, Rot – die so genannte Provenienzampel veranschaulicht, wie die Herkunftsgeschichte eines Kunstwerks zu bewerten ist. Die Provenienzforschung rekonstruiert die Besitzverhältnisse von Kunstobjekten, um eventuelle NS-Raubkunst aufzudecken.

Während ihrer Provenienzrecherche am Kunstforum Ostdeutsche Galerie konnte die spezialisierte Kunsthistorikerin Natascha Mazur M.A. viele der untersuchten Fälle mit „Grün“ abschließen. Dem aktuellen Stand ihrer Untersuchungen zufolge ist keines der Werke als „Rot“ auszuweisen. Zwei Gemälde ordnete Mazur der Kategorie „Orange“ zu. Beide Werke befanden sich vor 1933 in jüdischem Besitz. Ihr Verbleib im kritischen Zeitraum bis 1945 gelang es nicht vollständig nachzuvollziehen, um ausschließen, dass sie ihren rechtmäßigen Eigentümern NS-verfolgungsbedingt entzogen wurden. Diese beiden Werke registrierte Mazur deshalb auf der Plattform Lost Art. Die vom Deutschen Zentrum für Kulturgutverluste angelegte Datenbank sammelt alle Such- und Fundmeldungen zu jeglichen während der NS-Zeit verschollenen Kulturgütern, um die Aufklärung ihres Verbleibs zu fördern.

Die Provenienzforschung ist ein Prozess, der nicht gleich zum Ergebnis führen muss. „In erster Linie geht es darum, so viele Indizien wie zum gegebenen Zeitpunkt möglich zu sammeln und zu dokumentieren,“ erklärt Natascha Mazur. So können so genannte Provenienzlücken jederzeit in der Zukunft mit neuen Erkenntnissen geschlossen werden. „Was mich bei meiner Arbeit am meisten berührt, sind die menschlichen Schicksale, die mit den „Biografien“ der Kunstwerke verbunden sind,“ ergänzt die Provenienzforscherin. „Schicksale von Künstlern und Künstlerinnen, Sammlern und Sammlerinnen.“ In ihrer letzten Führung am Kunstforum Ostdeutsche Galerie zeigt Natascha Mazur an ausgewählten Kunstwerken in der Dauerausstellung die unterschiedlichsten Wege, über die sie in die Sammlung des KOG gelangten. Aufgrund der beschränkten Teilnehmerzahl wird eine Platzreservierung unter www.kunstforum.net oder unter 0941 29 714 20 empfohlen.

Pressebilder

Das Bildmaterial darf ausschließlich im Rahmen der Ankündigung der Führung am 29. Januar 2026 mit Provenienzforscherin Natascha Mazur im Kunstforum Ostdeutsche Galerie verwendet werden. Die Nutzung ist kostenlos. Die Bildunterschriften bitten wir nach Möglichkeit komplett darzustellen. Die Nutzung der Abbildungen für Social Media ist ohne Genehmigung nicht zulässig.

Rückseite des Gemäldes „Stehender Mädchenakt“ von Rudolf Levy
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Rückseite des Gemäldes „Stehender Mädchenakt“ von Rudolf Levy, Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg, Leihgabe des Bundesrepublik Deutschland, Foto: KOG / Gabriela Kašková

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Provenienzforscherin Natascha Mazur mit der Rückseite des Gemäldes „Stehender Mädchenakt“ von Rudolf Levy,
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Provenienzforscherin Natascha Mazur mit der Rückseite des Gemäldes „Stehender Mädchenakt“ von Rudolf Levy, Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg, Leihgabe des Bundesrepublik Deutschland Foto: KOG / Gabriela Kašková

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