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Vortrag von Prof. Dr. Gregor Thum im Kunstforum Ostdeutsche Galerie

In seinem Vortrag „Zerstörung einer Stadt: Heisigs Breslau“ am Donnerstag, 24. Juli, beleuchtet Prof. Dr. Gregor Thum von der University of Pittsburgh, Pennsylvania, Bernhard Heisigs Bezug zu seiner Geburtsstadt Breslau. Er geht der Frage nach, warum dieser stärker vom Erlebnis der letzten Monate des Zweiten Weltkrieges als von der Vertreibung der Deutschen aus der Stadt geprägt war. Der Beitrag schließt die Vortragsreihe „Perspektiven zu Geschichte und Politik“ zur Ausstellung „Bernhard Heisig und Breslau“ im Kunstforum Ostdeutsche Galerie ab. Diese findet mit Unterstützung der Stadt Regensburg und des Leibniz-Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) statt. Der kostenlos zugängliche Vortrag beginnt um 18.30 Uhr, die Ausstellung kann man ab 18 Uhr eintrittsfrei besichtigen.

Bernhard Heisig (1925–2011) war ein Vertriebener aus Breslau. Doch Heimatverlust und Vertreibung spielen in seinen Gemälden, in denen er sich auf Breslau bezieht, keine Rolle. Im Zentrum stehen stattdessen Krieg, Militarismus und Faschismus. Das fügt sich ein in die antifaschistische Kulturpolitik der DDR, in der es keine „Vertriebenen“ geben durfte und die „Friedensgrenze“ jede Klage über den Heimatverlust diskreditierte. Als Erklärung genügt das jedoch nicht. Wichtiger waren die einschneidenden Erfahrungen, die Heisig 1945 als junger Soldat in der „Festung Breslau“ und danach in der von Polen übernommenen Stadt machte. 

Seinen Vortrag „Zerstörung einer Stadt: Heisigs Breslau“ widmet Prof. Dr. Gregor Thum Bernhard Heisigs Bezug zu Breslau, wo er 1925 geboren wurde, und untersucht, wie sich diese in Heisigs Malerei widerspiegelt. Der Vortrag findet am Donnerstag, 24. Juli um 18.30 Uhr im Kunstforum Ostdeutsche Galerie statt. Eine Platzreservierung wird empfohlen unter 0941 29714 20 oder über die Website unter www.kunstforum.net. Die Teilnahme ist kostenlos, der Eintritt ins KOG ist ab 18 Uhr frei. Die Vortragsreihe „Perspektiven zu Geschichte und Politik“ wird von der Stadt Regensburg und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) unterstützt.

Dr. Gregor Thum ist Associate Professor am History Department der University of Pittsburgh. Er studierte Osteuropäische Geschichte und Slawistik an der Freien Universität Berlin und promovierte 2002 an der Europa Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Sein Buch „Die fremde Stadt. Breslau nach 1945“ (2003) wurde sowohl mit dem Europa Sonderpreis des VBKI (Verband der Berliner Kaufleute und Industriellen) als auch mit dem Georg Dehio-Buchpreis 2004 ausgezeichnet. Heute lehrt der Historiker mittel- und osteuropäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört das Verhältnis von Imperium und Nation, die Geschichte von Zwangsmigrationen und ihre Widerspiegelung in den Kulturlandschaften, die historische Rolle der Deutschen in ethnisch gemischten Gesellschaften, sowie die deutsch-polnische Beziehungsgeschichte.

Pressebild
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Vortragsreihe „Perspektiven zu Geschichte und Politik“
im Kunstforum Ostdeutsche Galerie


Do. 3.7. 18:30 - 19:30 Uhr
Bernhard Heisig und Wrocław
Vortrag von Barbara Ilkosz, 1985–2020 Kustodin Moderne Kunst, Nationalmuseum in Wrocław / Muzeum Narodowe we Wrocławi
 


Do. 10.7. 18:30 - 19:30 Uhr
Bernhard Heisig und Adolph Menzel. Zwei Hofmaler aus Breslau und ihr Bekenntnis zur historischen Wahrheit
Vortrag von Dr. Eckhart Gillen, Berlin, freischaffender Kunsthistoriker und Co-Kurator der Ausstellung

 

Mi. 16.7. 18:30 - 19:30 Uhr
Die lange Geschichte polnischer Ostpolitik und der aktuelle Krieg Russlands gegen die Ukraine
Vortrag von Prof. Dr. Martin Aust, Abteilung für Osteuropäische Geschichte, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

 

Do. 24.7. 18:30 - 19:30 Uhr
Zerstörung einer Stadt: Heisigs Breslau
Vortrag von Prof. Dr. Gregor Thum, Department of History, University of Pittsburgh


Die Teilnahme an den Vorträgen ist kostenlos, das KOG ist an den Vortragsabenden ab 18 Uhr eintrittsfrei geöffnet.

Mit Unterstützung der Stadt Regensburg und des Leibniz-Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung, IOS

Der Vortrag „Die lange Geschichte polnischer Ostpolitik und der aktuelle Krieg Russlands gegen die Ukraine“ ist Teil des Workshops „Forced Migration and Refugees in Modern Ukraine. War and Post-War Arenas“ des Zentrums für Interdisziplinäre Ukrainestudien „Denkraum Ukraine“ an der Universität Regensburg, gefördert vom DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) aus Mitteln des Auswärtigen Amts (AA).

„Zerstörung einer Stadt: Heisigs Breslau“

Mit freundlicher Unterstützung von